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Warum

Immer wieder stehe ich vor der Frage, ob und wozu ich überhaupt Rennen fahren will. Ich habe Hunde – die von anderen und auch meine – gesehen, die beim Rennen absolut am Limit waren und nicht glücklich aussahen. Ich habe auch Hunde gesehen, die nach über 1.000 km freudig ins Ziel kamen, sich auf dem Rücken gewälzt haben und fit waren.

Eines habe ich jedoch bei Rennen und vor allem im Training gelernt: nur über das Fahren und Trainieren kann ich erkennen wie gut die Hunde sind. Die Faszination, auf einem Schlitten hinter einem großen Gespann zu stehen und 16 Superathleten zu beobachten, ist enorm. Die Leistungsfähigkeit der Hunde ist so groß, dass wir sie in Wirklichkeit gar nicht voll ausschöpfen können. Wenn meine Hunde nach 120 oder mehr Kilometern noch spielen und rumtollen als wäre nichts gewesen, dann bin ich einfach glücklich, das erleben zu dürfen.

   
         

Ich möchte meine Hunde so trainieren, dass für sie das Rennen einfach ein Lauf unter vielen ist. Sie sollen in der Lage sein, jede Renndistanz zu laufen. Wenn dies gelingt, denke ich, dass ich 70 % ihrer Leistungsfähigkeit ausgeschöpft habe. Meine eigene Limitierung nehme ich da zur Kenntnis und akzeptiere, dass ich mit Abstand das schwächste Glied in der Kette bin. Desto mehr aber kann ich die Leistung der Hunde schätzen.

Meine Aufgabe im Team ist es – neben der Tatsache, dass ich einfach auf dem Schlitten mitkommen muss – Coach, Trainer, Masseur, Navigator und Futterlieferant zu sein. So nebenbei soll ich auch noch Unpässlichkeiten erkennen und evtl. behandeln, die Hunde motivieren und nicht zu großer Ballast sein. Also, ich werde mich bemühen – versprochen.

Rennteam